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Lokales DB
30.07.10 17:21 Uhr

Mit überzeugenden Ergebnissen zum Ziel

Von: JULIA RUHNAU

Schulleiterin Gabriele Reiser (links) und stellvertretender Schulleiter Roß bei der Zeugnisverleihung an die Moderatorinnen Tatjana Gottschalk und Carina Adelmann.

ALTDORF – Die Reformwelle im Bildungssektor hat auch vor der Altdorfer Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS) nicht Halt gemacht. Das hinderte die Studierenden des neuen, eineinhalbzügigen Studiengangs allerdings nicht daran, bei den diesjährigen Abschlussprüfungen auch nach verkürzter Studienzeit wieder zu überzeugenden Ergebnissen zu kommen. Am Donnerstag fand die große Abschlussfeier – sozusagen als Konstante neben den Veränderungen in Lehr- und Stundenplänen  – wie gewohnt im Betsaal des Wichernhauses statt.
„Jeder Lebensstufe wohnt ein Zauber inne“ – ein Jahrgangsmotto, zu dem sich die jungen Leute von Hermann Hesses berühmtem Gedicht „Stufen“ haben inspirieren lassen. Diesen Zauber sah Schulleiterin Gabriele Reiser in ihrer Ansprache bei dieser Abschlussklasse vor allem in den Besonderheiten, die der erste reduzierte  Jahrgang mit sich brachte.
Begrüßt und gelobt wurden die Versammelten auch vom Leiter des Wichernhauses, Volker Deeg, stellvertretendem Schulleiter Roß sowie Landrat Armin Kroder und Bürgermeister Erich Odörfer. Letzterer betonte die Wichtigkeit der Fachakademie für Altdorf als Schulstadt, während Kroder die Frage nach den Zutaten zum Glücklichsein in den Raum warf. „Gesundheit“, „Liebe“, „Geld“, „Zufriedenheit“ wurden spontan genannt, aber auch „Sicherheit“ war für einige auschlaggebend.
Im Folgenden wurde viel gedankt, geehrt und verabschiedet, wobei das Moderatorinnenpaar Carina Adelmann und Tatjana Gottschalk  sympathisch durch das Programm führte. Schülersprecherin Stefanie Ritter zog stellvertretend für die ganze SMV ihr Resümee, während gleich im Anschluss Schulleiterin Reiser deren Engagement und außergewöhnliche Eigeninitiative und Überzeugungskraft lobte, woraus einige Neuerungen entstanden sind.
Zum ersten Mal gab es die Möglichkeit, das Rettungsschwimmabzeichen abzulegen, und die im Anschluss stattfindende Feier wurde heuer ins Brauhaus verlagert. Aufgelockert durch musikalische Einlagen der Musiklehrer und Schulbands fand die Veranstaltung ihren Höhepunkt in der Zeugnisverleihung an die 30 Absolventinnen und Absolventen des Studienganges. Jahrgangsbeste waren Julia Neunsinger (1,21), Katrin Ludewig (1,42) und Stefanie Ritter (1,5). Außerdem hatten zusätzlich zum normalen Abschluss zehn Studierende die fachgebundene und neun die allgemeine Hochschulreife erworben, wofür ihnen noch einmal besondere Anerkennung ausgesprochen wurde.
Auch die 59 Berufspraktikantinnen und – praktikanten, die mit ihrem Praktikumsjahr die Ausbildung zum Beruf „Erzieher/-in“  endgültig abgeschlossen haben, wurden vom Kollegium verabschiedet. Mit unterschiedlichsten Aufgabenfeldern in Krippen, Horten oder heilpädagogischen Einrichtungen leisteten sie den praxisnahen Teil ihrer Ausbildung ab. Erfreulich waren auch die guten Ergebnisse der  Facharbeiten, die den Schlusspunkt der Ausbildung setzen. Vielfältigen Themen wie zum Beispiel „Wege der Identitätsfindung bei Jugendlichen vor multikulturellem Hintergrund“ oder „Möglichkeiten der Sprachförderung bei hörgeschädigten Kindern“ und das hohe Niveau in der Ausarbeitung rangen den Korrektoren noch einmal besondere Achtung ab.  Als Bester schloss Fabian Schlagenhaufer mit der Gesamtnote eins ab.
Schließlich wurde im Rahmen der Feier Ingeborg Ganslmeier nach langjähriger Lehrtätigkeit verabschiedet. Sowohl das Kollegium als auch ihre ehemaligen Schülerinnen und Schüler bedankten sich sehr herzlich für ihr Engagement. Nachdem auch die Rettungsschwimmabzeichen und Religionspädagogischen Zertifikate verliehen waren, traf man sich unter den Arkaden des Wichernhauses zum Sektempfang, bevor die Feier im Brauhaus ausklang.




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