RSS-FeedsAnzeigenIhre ZeitungGemeindenKontaktImpressumSitemap
Lokales HZ
07.09.10 17:22 Uhr

Bauernhaus vor dem Verfall gerettet

Von: Hersbrucker Zeitung

MÜNCHEN/ PEUERLING - Innenminister Joachim Herrmann und der Präsident der bayerischen Ingenieurekammer-Bau Heinrich Schroeter haben gestern Abend im Neuen Schloss Schleißheim den Bayerischen Denkmalpflegepreis 2010 verliehen. Der „Oscar der Denkmalpflege“ ging in der Kategorie Silber für private Bauwerke an die Besitzer eines ehemaligen Wohnstallhauses in Peuerling. Dr. Christiane Lauterbach und Dr. Dirk Witthaut erhielten neben der Ehre ein Preisgeld in Höhe von 3 000 Euro.

In den Vorjahren wurde das vor fünf Jahren begonnene Engagement des Paares bereits vom bayerischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch und vom Bezirk Mittelfranken gewürdigt. Lauterbach und Witthaut nahmen sich des sogenannten Trummertenhofes an, der das ländliche Bauen im 18./19. Jahrhundert dokumentiert. Der 1437 entstandene Hof befand sich von 1620 bis 1951 im Besitz der Familie Trummer(t). Die gut ausgestattete Hofstelle wurde um die Wende zum 20. Jahrhundert in Einzelgrundstücke zerschlagen. Als Kernbestand blieb vor allem das Wohngebäude erhalten, das in beherrschender Lage am Ortseingang positioniert ist und zum großen Teil erst nach einem Brand um 1800 errichtet wurde. Es handelt sich um ein breitgelagertes, erdgeschossiges Wohnstallhaus mit Schopfwalmdach, dessen Erdgeschoss aus Kalkbruchsteinen aufgemauert ist, während die Giebel aus Fachwerk errichtet sind.

Seit Jahren leer stehend, verfiel das Gebäude zusehends, die Holzkonstruktion gab nach. Mit dem Rückbau des nördlichen Zwerchhauses wurde das historische Kehlbalkendachsystem wieder sichtbar. Grundsätzlich orientierten sich Materialwahl und angewandte Techniken an historischen Traditionen und baubiologischen Grundsätzen. Das Gebäude ist nach Ansicht der Jury der Ingenieurekammer ein gelungenes Beispiel für qualitativ hochwertige und unaufdringliche Denkmalpflege.

Als Verantwortliche beteiligt waren an der Sanierung Dipl. Arch. Marisia Conn vom Architekturbüro Conn und Giersch in Fürth und Tragwerksplaner Dipl.-Ing.Univ. Stefan Wolfrum vom Ingenieurbüro Wolfrum GmbH in Nürnberg.

Grundsätzlich orientierten sich Materialwahl und angewandte Techniken an historischen Traditionen und baubiologischen Grundsätzen. Modernes Design geht mit dem geschichtlichen Baudokument eine selbstverständliche Verbindung ein, so die Jury weiter. Die Gestaltung moderner Elemente dient dazu, Historisches zu betonen. Der pittoreske Gesamteindruck des Baudenkmals, umgeben von einer gepflegten Garten - und Kulturlandschaft, konnte in vollem Umfang beibehalten werden.

Kammerpräsident Schroeter zeigte sich beeindruckt von der Qualität der eingereichten Projekte und Ideen. Die Leistungen von Bauingenieuren beim Erhalt historischer Bauwerke fände oft im verborgenen statt. Innenminister Herrmann lobte die Denkmalpflege: Sie wolle „keine historischen Kulissen ohne Nutzwert schaffen, sondern historische Substanz mit Leben erfüllen.“




Kommentare

Keine Anmerkungen

Anmerkung hinzufügen

* - Pflichtangabe

Hinweis: Hinweis: Die Redaktionen behalten sich vor, Kommentare auch als Leserbriefe in den drei Heimatzeitungen zu veröffentlichen. Beleidigende oder anstößige Kommentare werden gelöscht. (Anm. d. Redaktion).

*
*


*
*


Skilifte und Langlauf-Loipen im Verbreitungsgebiet

twitter Stream

Wirtschaftsbeilage
NAchrichten aus Nürnberg & Franken

Hier geht es zum Veranstaltungskalender

LOGO N-land.de Logo

Link zur Startseite Der Bote Link zur Startseite Pegnitz-Zeitung Link zur Startseite Hersbrucker Zeitung Link zur Homepage N-land.de