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Lokales HZ
09.09.10 17:22 Uhr

Großviehberg: „Fischkopf“ wird Franke

Von: Hersbrucker Zeitung

Einbayerungsprüfling Raphael Ebert schlug sich wacker beim Ritt auf dem elektrischen Bullen und beantwortete auf Anhieb fast alle Fragen von Moderator „Fleischi“ richtig. Foto: M. Strauß

GROSSVIEHBERG - Große Aufregung in dem sonst so idyllisch ruhigen Hersbrucker Ortsteil Großviehberg: Um Raphael Ebert auf seine „bayerischen Qualitäten“ zu testen, überraschten Moderator Bernhard „Fleischi“ Fleischmann und das Team von Bayern 3 den gebürtigen Hamburger. Den Einbayerungstest mit Rodeo-Maschine und Fragen rund um Bayern und Franken hatte sein zukünftiger Schwager Armin Löhner-Hoffmann angezettelt.

Mit aufblasbarem Zelt, Elektro-Bullen und Sat-Mobil waren der „Bayern 3-Frühaufdreher“ und sein Team dem Ruf von Schwager und Trauzeuge Armin Löhner-Hoffmann aus Großviehberg gefolgt. Der hatte den Liebsten seiner Schwester zum großen Test angemeldet, damit dieser sich vor der kurz bevorstehenden Hochzeit als echter Franke beweisen konnte. „Er rechnet zu seinem Junggesellenabschied mit allem, aber nicht mit dem Test von Bayern 3“, freute sich Löhner-Hoffmann auf das überraschte Gesicht seines Schwagers.

Die Braut, seine Schwester Kerstin, war mit in das Vorhaben eingeweiht. Sie lockte den ursprünglichen Hamburger, der seit zweieinhalb Jahren mit ihr in Nürnberg lebt, zu ihrem Elternhaus in Großviehberg. In Lederhosen und T-Shirts mit dem Aufdruck „Raphael und Kerstin - ein Fischkopf wird Franke!“, empfingen der Schwager und seine Freunde den Hamburger.

Als der ahnungslose junge Mann mit seiner Zukünftigen in die Hofeinfahrt kam, war ihm die Verwunderung deutlich anzusehen. Doch nach der Begrüßung durch Moderator „Fleischi“ hieß es auch schon: „Bitte aufsteigen!“ und Raphael Ebert musste sich auf dem mechanischen Bullen reitend den ersten Testfragen stellen. Bei der Frage nach dem Gebiet, das keinen Teil von Bayern darstellt, wählte er die richtige Antwort „Takatukaland.“

Auch die höchste Brauereidichte Bayerns konnte der Hanseate nach einer kleinen Hilfestellung von „Fleischi“ richtig Oberfranken zuordnen. Daraufhin ließ ihn sein „echt“ bayerischer Schwager einen fränkischen Spruch nachsprechen und der Prüfling durfte sich zur Belohnung Lederhosen anziehen. Die Freude darüber weilte jedoch nur kurz, denn nun ging es für den Wahl-Bayern ans Schuhplattln und bayrisch Singen. Nach einer kurzen Beratung des „Prüfungskomitees“, überreichte Einbayerungsbeauftragter „Fleischi“ Raphael Ebert die Urkunde zum Beweis des „hanseatisch-kühl“ bestandenen Einbayerungstests. Er habe sich durchaus als mögliche Testperson gesehen, aber niemals damit gerechnet, sich wirklich dem Einbayerungstest stellen zu müssen, lachte Ebert.

Dem Moderator blieb nur noch zu sagen: „Eins ist sicher, der Junggesellenabschied kann nicht mehr schlimmer werden.“ Damit sprach er dem nun offiziell „eingebayerten“ Hamburger offensichtlich aus der Seele.

Melanie Strauß

Der Film zum Beitrag ist auf www.bayern3.de zu sehen.




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