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16.08.10 17:40 Uhr

Die Müllabfuhr wird 2011 teurer

Von: Pegnitz-Zeitung

Die Müllabfuhr im Landkreis wird nächstes Jahr teurer: Eine kleine 60-Liter-Tonne (Foto) kostet dann 18,15 Euro im Monat.

NÜRNBERGER LAND — Die Müllabfuhr im Nürnberger Land wird teurer. Ab Januar 2011 werden die Monatsgebühren für die Mülltonnen um fast 20 Prozent steigen, wenn der Kreistag dem Vorschlag der Verwaltung zustimmt. Die kleinste Restmülltonne (60 Liter) kostet dann beispielsweise monatlich 18,15 Euro statt wie bisher 15,30 Euro.

Vor allem nicht vorhersehbare Mehrausgaben im Jahr 2009 führen dazu, dass die Rücklage in der Abfallwirtschaft im Landkreis anders als geplant bereits Ende 2010 aufgebraucht sein wird, heißt es in einer Pressemeldung des Landratsamtes. Die höheren Gebühren sind notwendig, um das zu erwartende Defizit ausgleichen zu können. In der Mitteilung wird aber auch betont, dass der Landkreis Nürnberger Land die Müllgebühren erstmals seit 1999 erhöht.

Die Gebühr für ein 60-Liter-Gefäß stiege nach den Verwaltungsvorschlägen ab Januar um 2,85 Euro auf 18,15 Euro pro Monat. Für 120- bzw. 240-Liter-Gefäße müssten 6,85 bzw. 13,72 Euro mehr bezahlt werden. Bei Eigenkompostierern entstünde eine Steigerung von 2,59 Euro für das 60-Liter-Gefäß auf 14,78 Euro, für 120- bzw. 240-Liter-Gefäße wären 6,22 bzw. 12,45 Euro mehr zu bezahlen. Sondergebühren wie die Annahmegebühr am Wertstoffhof in Neunkirchen bleiben konstant.

Der zuständige Ausschuss für Planung, Raumordnung und Landwirtschaft wurde bereits Ende 2009 darüber informiert. Zudem sind alle Fraktionssprecher der im Kreistag vertretenen Parteien über diese Notwendigkeit Anfang Juli zur Beratung in den Fraktionen informiert worden.

Trotz aller Bemühungen zu sparen,  so schreibt das Landratsamt, gibt es Ursachen, die eine Gebührenanpassung unumgänglich machen. Sie liegen zum einen darin, dass seit der letzten Gebührenerhöhung eine ganze Reihe abfallwirtschaftlicher Leistungen neu eingeführt wurde: beispielsweise der Wertstoffhof in Altdorf, das Holsystem für Elektroaltgeräte und die Umladestation für Rest- und Sperrmüll im Industriegebiet Lauf. Zum anderen sind die Sammelkosten in den Jahren 2000 bis 2009 um insgesamt ein Drittel gestiegen.

Dies konnte bislang dadurch aufgefangen werden, dass sich in bestimmten Bereichen die Kosten verringert haben bzw. das Defizit durch Entnahmen aus der vorhandenen Rücklage gedeckt wurde.

Allein im vergangenen Jahr haben die Ausgaben in den Bereichen Wertstoffentsorgung und Abfallbeseitigung um über eine halbe Million Euro zugenommen. Hinzu kamen ebenfalls unvorhersehbare Kostensteigerungen von rund 400 000 Euro bei den Wertstoffhöfen A und B.

Die Anzahl der Anlieferungen von Gartenabfällen in Altdorf und Neunkirchen nahm von 2005 bis 2009 um 34 Prozent zu, die abgefahrene Menge im gleichen Zeitraum um 35 Prozent. In den Wertstoffhöfen B trat 2008 bei den Grünabfällen ein Mengensprung von etwa zwanzig Prozent ein, von rund 8 900 auf 10 560 Tonnen.




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