Letzte Klasse in Engelthal
ENGELTHAL (gz) - Wegen eines fehlenden Schülers! Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) lehnt eine 8. Klasse in der Hauptschule Engelthal ab, weil die Mindestzahl von 15 Schülern knapp verfehlt wird. Bleibt als allerletzte Klasse die 7. mit 17 Kindern. Ob sich die noch länger als ein Jahr in Engelthal hält, ist fraglich.
Denn im Herbst 2011 geht Rektorin Hanne Liebel-Binder in den Ruhestand. Zudem soll es dann im ganzen Hersbrucker Land einen „Mittelschulverbund“ geben. Das Schulamt sieht die letzte Klasse im Engelthaler Schulhaus daher als Übergangslösung. Die Schüler der 5. und 6. Klasse aus dem Hammerbachtal gehen nämlich jetzt schon nach Happurg, die nicht zustandegekommene 8. Klasse wird in Hersbruck untergebracht.
Kultusminister Spaenle bittet in einem Schreiben an den SPD-Landtagsabgeordneten, Dr. Thomas Beyer, um Verständnis: Gerade die 8. Klasse sehe „berufsorientierende Angebote vor, die bei dieser geringen Schülerzahl in Engelthal nicht möglich sind.“ Beyer zur HZ: „Das ist das Ende der Schule. Man sieht: Die Mittelschule ist ein Etikettenschwindel und rettet keinen einzigen kleinen Standort.“
Auch Engelthals Bürgermeister Günther Rögner (CSU) findet das alles „sehr bedauerlich“. Er hatte in der Vergangenheit gehofft, durch einen kleinen Schulverbund mit Hartmannshof und Happurg (ohne Hersbruck) das Engelthaler Schulhaus noch einige Jahre auslasten zu können. Jetzt muss er sich mit Offenhausen und Henfenfeld was Neues für die Schulgebäude einfallen lassen. Ironie dabei: Erstmals wäre man bei dem Gebäude schuldenfrei.


Anmerkung hinzufügen