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Sport DB
07.02.12 14:55 Uhr

Von der Aufholjagd beflügelt

Von: Der Bote

ALTDORF – Es kam unerwartet für beide Seiten: Die Altdorfer Handball-Damen schlugen die HG Amberg 16:12 (7:8).

„Die Gastgeberinnen stehen derzeit mit 7:19-Punkten auf dem drittletzten Platz der BOL-Tabelle und sind im Kampf gegen den Abstieg auf jeden Punkt angewiesen. Amberg hingegen steht mit 15:9-Zählern auf dem vierten Rang. Sowohl die Tabelle als auch das Hinspielergebnis (30:16 für Amberg) geben eine klare Prognose für das Rückspiel aus.“ So lautet ein Abschnitt des Amberger Vorberichts. Dementsprechend tief hingen die Köpfe, als die Oberpfälzer Mannschaft die Altdorfer Grundschulhalle ohne Punkte verlassen musste.

In den ersten zehn Minuten schien ein Sieg für die Altdorferinnen fast unerreichbar. Amberg legte einen temporeichen Start hin, den die Abwehr der Heimmannschaft nur schwer bremsen konnte. Gleichzeitig zeigte sich im Angriff das alte Problem, dass die Chancen zu inkonsequent ausgenutzt wurden. Als Resultat daraus ergab sich für den TVA in dieser frühen Spielphase ein Rückstand von 2:6. Mit einer Auszeit versuchte der Trainer nun, seine Spielerinnen wachzurütteln und ins Spiel zurückzubringen. Durch früheres Unterbrechen der gegnerischen Zweiten Welle sollte man ihrem Spiel das Tempo nehmen und vorne mit mehr Ruhe und Geduld auftreten, um so unnötige technische Fehler zu vermeiden. Der Umbruch gelang. Konsequent stand Altdorf hinten in der Abwehr und nahm nun durch eigenes schnelles Spiel nach vorne den Gästen das Spiel immer mehr aus der Hand. Die Belohnung hierfür war ein Halbzeitstand von 7:8.

In der Halbzeitansprache mahnte der Trainer hauptsächlich, das Angriffsspiel konzentrierter zu gestalten. Zwar solle man noch immer durch schnelles Umschalten und Nutzen der Ersten und Zweiten Welle versuchen, zu leichten Toren zu gelangen, doch wenn dies nicht möglich wäre, müsse man einen deutlichen Tempowechsel zustande bringen. Den Ball erst ein- bis zweimal durchspielen, in Ruhe einen Spielzug ansagen und dann wieder mit Druck und Tempo auf die gegnerische Abwehr gehen. Auch brauche es gegen Amberg keine große Anzahl Spielzüge, um zum Torerfolg zu kommen. Geduldig und flexibel sollten die Gäste agierten.

Motiviert durch die erfolgreiche Aufholjagd ging man in die zweite Hälfte und warf auch prompt das Tor zum Ausgleich. Scheinbar beflügelt durch den Erfolg ließ die Altdorfer Abwehr nun kaum noch Fehler zu und der Amberger Angriff verzweifelte schier. In den 30 Minuten der zweiten Hälfte gelang es den Gästen lediglich vier Tore zu werfen. Altdorf hingegen spielte seine Angriffe zwar nicht so oft, wie vom Trainer gewünscht, aber doch oft genug bis zur Torchance aus. Trotz einiger Fehlwürfe gelang es, das Spiel zu drehen und die Führung zu übernehmen. Am Ende feierte man sich selbst und einen Spielstand von 16:12.

Schon viel früher in dieser Saison hätten die Wallensteinstädterinnen beweisen können, dass sie spielerisch nicht so unterlegen sind, wie die Tabelle vielleicht vermuten lässt. Dem starken Willen und unermüdlichen Einsatz in der Abwehr ist dieser Punktgewinn zu verdanken. Nach nun zwei Siegen ist es gelungen, ein kleines Polster zu den Abstiegsrängen aufzubauen. Nun kann man mit deutlich weniger Druck in die kommenden Spiele starten. Nach dem Auftritt gegen diesen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel dürfen die Zuschauer auf weitere Erfolge hoffen.

Für Altdorf trafen: Monika Pohl (1), Sabrina Sturm (2), Karina Erkens (1), Nicole Wölfel (1), Karolin Rummel (1), Julia Werth (2/4), Anna Lauterbach (1), Agnes Vetter (3).




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