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Sport DB
04.09.10 10:11 Uhr

Eigentor in der 94. Minute

Von: Der Bote

Da war nichts mehr zu retten. Eigl erwischt den Ball erst inter der Linie, Förster kann erst recht nichts mehr ausrichten.

FEUCHT – Für die einen war es schwer verdauliches Pech, für die anderen erzwungenes Glück: Durch ein Eigentor des Verteidigers Andi Förster in der 94. Minute verlor der SC Feucht (Bezirksoberliga) sein Heimspiel gegen die TSG Roth mit der letzten Aktion 1:2. Damit ging die Generalprobe für das Pokalspiel am Mittwoch gegen den ASV Neumarkt zwar daneben, bei den Jungs von Klaus Mösle hat sich aber dafür eine Menge Trotz aufgebaut.
Erkenntnis der zweiten Heimniederlage in Folge: Die junge Truppe von der Waldstraße wächst immer mehr zu einer Mannschaft zusammen, hat aber gegen körperlich starke und gut eingespielte Gegner ihre Mühe. Das war schon beim 0:2 gegen Hersbruck so. Erfreulich, dass die Neuen wie Deuerling, Schönweiß, Berger und Lang immer besser in ihre Rolle finden.
Bei der Verteilung der Aufgaben sorgte das Fehlen des linken Flügelflitzers Maier (Urlaub) für eine Umgewichtung. Es war die rechte Seite mit Eigl und Leidl, die immer wieder das Spiel der Feuchter anschob, die mit quirligem Laufspiel den Weg zum Tor suchten. Roth hielt dagegen den Ball ruhig und flach, ging den Zweikämpfen möglichst aus dem Weg. So erlebten die Zuschauer im ersten Abschnitt Torgefahr nur im 16-Minuten-Takt. Dabei wirkte das Konzept des SC erfolgversprechender: Berger steckte durch auf Endlein, der scheiterte aber an Torwart Meyer (16.). Zweites Ausrufezeichen war ein Hinterhaltschuss von Schönweiß nach einer Ecke (32.). Damit hatte der Stürmer sein Visier eingestellt. Beim nächsten Angriff verwertete er einen Steilpass gegen eine zögerliche Verteidigung eiskalt zum 1:0 (34.). Im direkten Gegenangriff ließ Roth erstmals Torgefährlichkeit aufblitzen. Sebastian Stigler prüfte Torwart Kredel, der den Ball aus dem Winkel fischte.
Mit einem Drehschuss von Endlein, der knapp vorbei ging, begann der zweite Abschnitt erfolgversprechend für die Gastgeber. Doch schnell wurde sichtbar, dass die TSG einen Gang höher schalten würde, erst recht, als Unruheherd Patrick Hemmer eingewechselt wurde. Die Partie wurde jetzt energischer geführt mit vielen Zweikämpfen und Verletzungspausen, die auch die lange Nachspielzeit erklären. Der Rother Scharrer schloss freistehend auf Kredel ab, ehe der Ausgleich fällig war. Kerschbaum donnerte eine Eckballhereingabe unbedrängt und unhaltbar in die Maschen (54.).
Bange Minuten, als SC-Abwehrchef Kühnlein nach einem schmerzhaften Pressschlag mit Hemmer vom Platz humpelte, dann aber doch weitermachte. Mit der Einwechslung von Lang hätte Mösle fast den Joker gezogen. Der Blondschopf bediente Endlein, dessen Drehschuss ging aber erneut daneben (77.). Im direkten Gegenangriff wankte der SC wieder bei einer Ecke und überstand mit viel Glück eine Reihe von Schussversuchen. Ehe Fortuna die Seiten wechselte, stand sie Kühnlein bei, der mit einem verunglückten Abwehrschwinger um Zentimeter an einem Eigentor vorbeischrammte.
Die reguläre Spielzeit war schon rum, als Roth mit der Hereinnahme von Toma alles auf eine Karte setzte. Er verpasste das 2:1 nach starkem Antritt von Rudin haarscharf, Eigl klärte zur Ecke. Die nächste Aktion des Feuchter Kapitäns war der vergebliche Versuch, den Ball vor der Linie zu klären. Erneut waren die Feuchter bei einer Ecke nicht Herr der Lage. Die flache Hereingabe ließ Hemmer durch, sprang von Kühnleins Hacke an Förster Brust und von dort mit viel Drive in den Kasten. Eine ausgesucht niederträchtige Inszenierung von Fortuna.
Feucht: Kredel, Reuß, Kühnlein, Förster, Eigl, Deuerling, Gündogan (68. Lang), Schönweiß, Endlein, Berger (83. Mohamed), Leidl.
Roth: Meyer, Herzing, Schwab, Scharrer, Kerschbaum, Lenz, Florian Stigler, Sebastian Stigler (82. Toma), Braun (50. Hemmer), Rudin, Kaiser (91. Lohner).
Tore: 1:2 Schönweiß (34.), 1:1 Kerschbaum (54.), 1:2 Förster (Eigentor, 90 + 4).
Schiedsrichter: Gottschalk (Undorf). Zuschauer: 150.




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